Leser schreiben: “Erfahrung”

Folgender Kommentar wurde uns per E-Mail von einem Kollegen übersandt. Vielen Dank!

Tach Leute!

Erstmal Respekt für eure Seite, find ich absolut klasse, dass ihr euch die Mühe macht und unsere Arbeit mal aus unserer Sicht der Öffentlichkeit präsentiert.
Weiter so, und wollen wir hoffen, dass sich die Krisenherde wie Berlin, Leipzig, Mannheim und Köln - und all die anderen - irgendwann wieder beruhigen werden, in unserem Interesse, wie auch im Interesse der Polizei und vor allem der Gäste.

Ich für meinen Teil kann Erfahrungen aus Amberg und Ingolstadt berichten. Leider, und das sage ich wirklich aus Überzeugung, sind es immer und immer wieder Ausländer, oder "politisch korrekt": Menschen mit Migrationshintergrund, die einem an der Tür das Leben schwer machen wollen. Allen voran Südländer, davon an erster Stelle Albaner, Araber und Türken, gefolgt von Russlanddeutschen. Wenn man diese Erfahrungen, die man sammelt, in einer Runde von völlig Unbeteiligten erläutert, so wird man meist sofort als Rechter oder Rassist bezeichnet, und genau das muss sich ändern. Hier in Ingolstadt ist es mittlerweile auch schon soweit, dass es in einem völlig chilligen Elektroclub bereits zu Auseinandersetzungen mit Messern und auch Drohungen übelster Art kam, die unsere südländischen Freunde ja besonders gut beherrschen.

Trotzdem - oder gerade auch deswegen - gilt meine volle Unterstützung auch unseren ausländischen Kollegen an anderen Clubs und Lokalitäten, die davon auch nicht verschont bleiben. Natürlich kennen wir das alle, wenn jemand nicht reingelassen wird, vielleicht gerade vor der Tür noch ein paar Mädchen stehen, dass dann nicht "klein-bei gegeben" werden kann, sondern gezeigt werden muss, dass man sich von einem "unfreundlichen arroganten Anabolikaklotz" nichts sagen lässt.

Dass die Gewalt aber in vielen Fällen bis hin zum Griff zum Messer geht, oder gar schlimmeres, das zeigt uns doch eigentlich nur eins, die Kriminalität hat ein Ausmaß angenommen, von dem man vor 15 Jahren noch gesagt hat "ach das ist in Amerika so, aber nicht bei uns". Und ich persönlich, und meine Kollegen hier in Ingolstadt werden mir recht geben, habe die Erfahrung gemacht, dass von 10 Fällen mit Gewalt oder auch verbalen Auseinandersetzungen, 7 auf das Konto von Migranten gehen. Warum?

Ein türkischer Trainingspartner hat's mir mal so erklärt:

Ausländer wie Türken, Griechen, Albaner usw. wissen sehr genau was passiert wenn es an der Tür knallt, der deutsche Türsteher denkt nach, er bekommt eine Anzeige wegen Körperverletzung, verliert eventuell seinen Job, bekommt eine Geldstrafe obendrauf und das I-Tüpfelchen, er kann nicht mal mehr mit seiner Frau einkaufen gehen ohne Angst haben zu müssen, dass irgendwo einer oder mehrere der "Betroffenen" auftauchen und ihn erkennen. Was dann folgt, weiss jeder von uns.

An all das denkt der Ausländer nicht, denn es geht "um seine Ehre"! Außerdem, so mein Trainingspartner weiter, akzeptieren speziell Türken und Albaner wie auch Serben einfach keine anderen Nationalitäten wenn es zu einem Streitfall kommt. Das heisst, die werden sich einfach von einem Deutschen nichts sagen lassen!

Das kommt aus dem Mund eines 41 Jahre alten Türken, und der steht auch dazu!

Auch sollte man öffentlich offensiver dagegen angehen, was sich in den letzten 20 Jahren hier im Land eingebürgert hat bzw. normal geworden ist, und zwar, es heisst immer man "muss das akzeptieren", man "muss damit umgehen können", man "muss in solchen Fällen mehr Toleranz zeigen", ja meine Herren, wieviel denn noch? Gemeint ist "die Mentalität" der Südländer. Denn mit diesem "Argumenten" brüsten sich gerne Polizei und Staatsanwalt, was nichts anderes heisst als:
"Südländer haben, aufgrund ihrer Mentalität und ihren Glaubens, das Recht verbal und zum Teil auch körperlich unendlich weit auszuholen!"

Damit muss Schluss sein oder gelten für gewisse Minderheiten etwa andere Rechte? Nein. Und ich hoffe der ein oder andere Polizeibeamte wird das hier lesen, diesen möchte ich schwer ans Herz legen, dass das keine Übertreibung sondern bittere Realität ist! Ich weiss nicht wie oft meine Mutter schon gef... wurde, das kennt sicher auch jeder. Würde unsereiner das zu einem Polizeibeamten sagen, würde das sehr, sehr teuer werden! Hier müssen neue Wege gegangen werden!

So, ich hoffe ich konnte hier mal bissl meine Ansichten mit einbringen.
Ich hoffe die Situationen werden sich bessern, wenn ich daran auch meine berechtigten Zweifel habe, und wünsche meinen Kollegen an allen anderen Lokalitäten ruhige Nächte und lasst euch nicht unterkriegen!

Martin.

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Kommentare

3 Kommentare zu “Leser schreiben: “Erfahrung””

  1. Disorder schrieb am 21. Juli 2008 um 22:58 Uhr

    Sehr interessanter Artikel, danke dafür!

    Ich wohne selbst auch in der Nähe von Ingolstadt und ich finds ja teilweise schon heftig was nachts in der Innenstadt abgeht, was da aber im Piusviertel passiert will ich gar nicht mehr wissen. Denn da ist ja der “Südländer-Anteil” noch etwas höher…

  2. S.B. schrieb am 27. Juli 2008 um 18:34 Uhr

    Nagel auf den Kopf getroffen würd ich sagen!

    Ich hab meine Erfahrungen an der Tür seit mittlerweile 10 Jahren in Hamburg und anderen Städten gemacht und kann Martin nur recht geben.

    Sicherlich kann man nicht alle Ausländer über einen Kamm scheren. Ich hab selber mit Türken, Albanern oder Russen, übrigens sehr guten Leuten, an der Tür gearbeitet oder solche auch in meinem Freundeskreis.
    Aber die meißten aller Auseinandersetzungen an der Tür oder im Laden selber finden mit ausländischen Gästen statt. Das sind normale verbale Auseinandersetzungen, leichte Schubsereien bis hin zu schweren Schlägereien oder leider immer öfter Angriffe mit Messern oder Flaschen und in einzelnen Fällen sogar die Bedrohung oder der Gebrauch von Schusswaffen.
    Auch ich hab mich mit Ausländern über dieses Verhalten ausgetauscht. Und ich bekam die erschreckende Antwort, daß das Tragen eines Messers in deren Ländern für einen Mann ‘ganz normal’ sei. Und kommt es zu Konflikten dann wird das Messer auch eingesetzt und man geht lieber für Jahre in den Knast als das man seine Ehre, seinen Stolz oder sein Gesicht verliert.
    Dazu kommt dann nicht selten der Alkohol- oder Drogenkonsum und dann gibt es eine explosive und gefährliche Mischung.
    Das ganze hat nichts mit irgendeiner Nazi-Scheiße oder so zu tun. Man macht einfach nur seinen Job, handelt aus Erfahrung und versucht dafür zu sorgen dass sich die Gäste wohlfühlen und entspannt feiern können. Denn dafür werden wir bezahlt!
    Mit Toleranz hat das in meinen Augen wenig zu tun…bei Deutschen verhalte ich mich genauso, nur mit dem Unterschied dass es einfach sehr sehr selten vorkommt.

    In diesem Sinne…

    Tolle Seite übrigens!

  3. The Doorman schrieb am 18. August 2008 um 01:51 Uhr

    Hallo Martin

    Gratulation zu diesem Posting. Es trifft den Nagel auf den Kopf. Als wir viele Probleme an der Tür hatten und somit verbunden auch viele Anzeigen wegen Körperverletzungen habe wir den Kontakt zur Staatsanwaltschaft von selber gesucht. Es wurden in den Bezirksgerichten, wo wir tätig waren, richtige Gesprächskreise ins Leben gerufen. Die Richter waren an unserem Videomaterial sehr interessiert und sahen dann unsere Arbeit mit anderen Augen.

    Solche Wege setzen natürlich auch ein Umdenken bei den Arbeitgebern und den Auftraggebern voraus.
    Würde gerne mehr über diese Erfahrungen berichten.

    Schöne Grüße
    The Doorman

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