Wenn Pfefferspray nichts mehr bringt …

Wie auch immer man das Verhalten der Polizei bewerten mag: Interessant ist der Umstand, dass der "Karateka" selbst durch den wiederholten und massiven Einsatz von Pfefferspray nicht zur Ruhe gebracht werden kann. Im Gegenteil, wirklich zu stören scheint es ihn nicht.

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Kommentare

2 Kommentare zu “Wenn Pfefferspray nichts mehr bringt …”

  1. Andy schrieb am 19. August 2008 um 02:06 Uhr

    Das mit der scheinbaren kompletten Immunität gegen Pfefferspray ist mir nichts neues.
    Ein bekannter von mir ist Securitymensch in einer großen Mal. Er hat es auch schon öfters erlebt dass riesige Ladungen Pfefferspray mitten ins Gesicht nichts gebracht haben.

    Ich glaube man konnte das auch mal in einer Folge von “Dog the Bountyhunter” sehen wie Leute trotz gezieltem Pfeffersprayeinsatz einfach weitermachten.

    Polizisten in den USA werden in ihrer Ausbildung mit Pfefferspray konfrontiert, also kriegen es ins Gesicht gesprüht. Damit sie wissen wie es sich anfühlt, und dadurch nicht so leicht Kampfunfähig werden.

    Das ist leider der große Nachteil von Pfefferspray, man wird mit der Zeit gegen das Capsaicin imun.
    Wenn dann noch Adrenalin dazu kommt, was besser ist als jedes illegale Dopingmittel, geht die Wirkung fast gegen Null.

    Wobei ich nicht weis wie es aussieht mit CS Spray. Ist doch glaube ich etwas Gesundheitsgefährlicher als Pfefferspray, das ja in der Regel keine Langzeitschäden hinterlässt. Obwohl es Leute gibt die aufgrund des Schocks durch die Schärfe (wenn sie es in den Mund kriegen) erstickt sind weil die Bronchien dicht gemacht haben.

    Ich erinnere mich da an einen Fall irgendwo in der Welt in einer Disco wo Leute aufgrund von Pfefferspray erstickt waren.

    Kommentar vom Admin
    Pfefferspray ist unter den Abwehrsprays sicherlich das effektivste, wobei Alkohol- oder Drogenkonsum die Wirkung erheblich herabmindern kann. Vor kurzem wurde mir von einem solchen “Patienten” berichtet: alkoholisiert und zudem noch auf Drogen. Zwei Dosen OC-Spray brachten rein gar nichts.
    Der Versuch der Fixierung gestaltete sich selbst mit vier Mann mehr als schwierig.
    Solche Leute merken nichts mehr, selbst wenn ihnen die Knochen gebrochen werden. Ich find’s einfach erschreckend.

    Das Problem bei CS-Gas ist, dass dieses kleine Kristalle beinhaltet, welche die Netzhaut beschädigen können - im Gegensatz zum OC-Spray.

    Der von Dir berichtete Fall, wonach jemand bei einem OC Einsatz erstickt sein soll: ich denke, die Person war gesundheitlich angeschlagen (Asthmatiker, Allergiker o.ä.), so dass die Konstellation nicht sonderlich gut war. So jemand könnte m.E. auch durch die Nebelanlage der DJs ersticken. (http://www.bio-shield.de/info.htm)

    Pfefferspray ist m.E. immer noch das effektivste und sanfteste Mittel, um sich gegen allzu renitente Zeitgenossen zur Wehr setzen zu können. Wenn dieses nichts mehr bringt, ist eh Hopfen und Malz verloren.

  2. The Doorman schrieb am 9. September 2008 um 16:13 Uhr

    Auch stehe zu der Aussage das der Pfefferspray zur Zeit das humanste und treffsicherste Abwehrmittel ist.

    Wer einen Pfefferspray einsetzt soll diesen auch bedienen können. Die Personen der amer. Polizei sind da sicher in vielen Dingen vor unseren Gesetzeshütern. Obwohl es schon 1998 ein Fachbuch über “Pfefferspray im Einsatz” gab ist Fachwissen auch bei unseren Exekutivlern eher bescheiden.

    einige Sicherheitsdienste haben da in Schulungen investiert und damit sehr gute Erfolge im Selbstschutz und in der Nothilfe gehabt.

    Grundsätzlich ist es richtig das es Ausfälle bei Einsätzen mit Pfefferspray gibt. Die liegen aber meist in der Handhabung oder im falschen Produkt.

    Pfefferspray auf der kalten Haut braucht zum Beispiel recht lange bis er wirkt. Auch wenn die Dose nicht vor jedem Dienstbeginn ordentlich geschüttelt wird oder zu alt ist kann es zur Erfolgsverweigerung führen.

    So wie der Einsatz den Leuten im allgemeinen gezeigt wird ist ein Versagen auch leicht möglich. Sprühen aus ungeeigneter Entfernung ist kein Erfolgsgarant. Drogen und Alkohol spielen eine viel geringere Rolle als allgemein angenommen wird.

    Eine gute Ausbildung kann dabei helfen diese Situationen gut zu meistern ohne viel Porzellan zerschlagen zu müssen.

    Schöne Grüße aus Wien
    The Doorman
    Türsteherblog / Securityblog
    http://doorman.over-blog.de

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